Ostergruss 2018

Grüße zu Ostern

2018


Hallo ihr Lieben!

Ostern steht vor der Tür.

In diesen Tagen feiern Christen überall auf dieser Welt das Osterfest in Gedenken der Auferstehung Jesu Christi vom Tod. Nach urchristlichem Glauben nahm Jesus in seinem qualvollen Tod am Kreuz freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich. Tod und Auferstehung Jesu stehen im Christentum symbolhaft für Vergebung, Errettung aus dem Tod und ewiges Leben.

Aber auch in der Natur wohnt der Osterzeit ein besonderer Zauber inne. Die Tage werden länger und lichtvoller, die Welt wird wieder bunt und wunderschön. Viele Zugvögel sind wieder da, andere Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf und die ersten Blumen erfreuen uns mit ihren strahlenden Farben.

Der Winter hingegen erscheint vielen Menschen oft nur kalt, grau, dunkel und trist. Doch wer genauer hinschaut, wird auch im Winter wunderschöne Dinge entdecken. Und die Natur braucht diese Pause, um sich zu regenerieren, um dann im Frühjahr wieder mit schier unbändiger Kraft und Lebensfreude quasi wiedergeboren zu werden.

Ich bin nur ein kleiner Schmetterling und kann deshalb ganz sicher nicht hundertprozentig nachvollziehen, was der Tod für euch Menschen bedeutet. Ich weiß nicht wie es sich für euch anfühlt, einen geliebten Menschen zu verlieren und welchen Schmerz es euch bereitet. Ich habe keine Ahnung von Hoffnungslosigkeit, weil es sowas in meiner Welt nicht gibt. In der Natur ist das Prinzip von Vergänglichkeit und Neubeginn völlig normal. Was stirbt und vergeht bereitet den Boden für neues Leben. Aus einem toten Baum wird fruchtbare Erde, aus der irgendwann wieder ein neuer Baum erwächst. Dadurch lebt ein Teil des gestorbenen Baums weiter. Jung, kräftig, gesund – und voller Hoffnung. Alles folgt einem universellen und guten Plan!

Für euch mag der Tod eines geliebten Menschen der Beginn von Schmerz und Leid sein. Aber für den Gestorbenen selbst ist es oft das erlösende Ende seiner Qualen. Euch bleibt nur die Erinnerung.

Doch vielleicht ist die Erinnerung genau das, was ihr „Seele“ nennt. Jener unsterbliche Anteil eines Menschen, der sein Wesen ausmacht und der irgendwann neu geboren wird. Jung, kräftig, gesund – und voller Hoffnung. Alles folgt einem universellen und guten Plan!

Vielleicht tröstet es euch ja in eurem Schmerz, euch die Natur als Vorbild zu nehmen und an den Baum zu denken. Egal, ob ihr als Christen an die Ostergeschichte glaubt oder nicht. Alles folgt einem universellen und guten Plan! Selbst dann, wenn ihr ihn nicht gleich erkennt, weil euer Blick vom Schmerz verzerrt und von Tränen verschleiert ist.

Gebt die Hoffnung niemals auf! Das ist die wichtigste Botschaft von Ostern.

Zu guter Letzt habe ich noch zwei kleine Geschenke für euch. Erstens ein schon sehr altes Ostergedicht aus der Feder des österreichischer Schriftstellers, Dramatikers und Lyrikers Ferdinand von Saar ( † 1906) und zweitens natürlich das wunderschöne Osterherz von meiner lieben Mama, der bezaubernden Iris Olschewski. Danke Iris!

Ihr Lieben, ich wünsche euch ein schönes Osterwochenende und vielleicht ein paar besinnliche Momente und eine Pause vom oft hektischen Alltag.

Alles Liebe

Eure HOPE

Ostern

von Ferdinand von Saar

 

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
Lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle schwebt er,
der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
daß der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
daß sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht.

März 29, 2018

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