Die Rückkehr der Radler

Die Rückkehr der Radler

Mit dem Rad nach Berlin


Sie tun es schon wieder…

Nachdem Eintracht Frankfurt nun schon das zweite Mal in Folge im Endspiel um den DFB-Pokal steht, war es eigentlich nur logisch, dass auch ein anderes Event neu aufgelegt werden musste: Die Fahrradtour nach Berlin! Und natürlich auch dieses Jahr wieder zu Gunsten des AKHD!

Unter dem Motto „Die Rückkehr der Radler“ startete heute Morgen eine wackere Truppe von Eintracht-Fans vom Frankfurter Römerberg aus zu einer rund 600 km langen Fahrradtour nach Berlin, um dort am kommenden Samstag das Endspiel auf der Großleinwand am Bereitscheidplatz zu verfolgen.

Die Radler, das sind Kerstin Schäfer, Dominik Brinker, Attila Freund (Atilla, wie das Maskottchen der Eintracht), Michael „Kulli“ Kullmann (Auch bekannt als der Bäcker mit Herz), Jens Warnek und  Bernhard Merk („Adler Bernhard“). Nicht zu vergessen auch Klaus Giller, der das Begleitfahrzeug fährt. Eigentlich wären es acht Radler gewesen, aber  Carolin Müller und Florian Klobetanz mussten aus beruflichen, bzw. gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig absagen. Einige waren letztes Jahr schon dabei, für andere wird es sicherlich ein Abenteuer der besonderen Art. „Ich wollt, ich wär schon in Hanau…“, so unser Plätzchenbäcker Kulli.

Jeden Tag – mit Ausnahme von Samstag – sind rund 100 km zurückzulegen. Und gleich an Tag eins geht es geht mit dem steilen Anstieg in den wunderschönen Vogelsberg richtig heftig los. Immerhin müssen 465 Höhenmeter bewältigt werden.

 

1. Etappe (Montag) : Frankfurt am Main – Lauterbach

2. Etappe (Dienstag) : Lauterbach – Creuzburg

3.Etappe (Mittwoch) : Creuzburg – Buttelstedt

4. Etappe (Donnerstag) : Buttelstedt – Sandersdorf-Brehna

5. Etappe (Freitag) : Sandersdorf-Brehna – Beelitz

6. Etappe (Samstag) : Beelitz – Berlin

 

Rund um ihre Tour sammeln die Radler natürlich auch wieder Spenden für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt/Rhein Main (AKHD). Letztes Jahr kam die stattliche Summe von  6.535,38 Euro zusammen. Ein Ergebnis, dass dieses Jahr natürlich noch übertroffen werden soll. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Einige Eintracht-Fanclubs haben schon Spendenaktionen ins Leben gerufen, so zum Beispiel der „EFC Kutscherklause-Ostend“, der am Samstag seine Saison-Abschlussfeier mit Grillen und Livemusik in seinem Vereinslokal „Kutscherklause“ in den Dienst der guten Sache stellt. 

Und auch andere Sponsoren beteiligen sich:

– Die Frankfurter Sparkasse 1822 mit einer Geldspende in Höhe von 500,00 Euro.

– Die Apotheke Pharmarcie Raphael steuert eine bestens ausgestattete Reiseapotheke bei

– Die Firma Schäfer Hausgeräte-Center (Die auch unseren Adventskalender unterstützt) stellt ihren Mercedes-Sprinter kostenlos als Begleitfahrzeug zur Verfügung

– Die LVM Versicherungsagentur Thomas Rebmann stiftet sieben Tankkarten á 15,00 Euro

– Das Fanhouse Frankfurt stattet die Radler mit reichlich T-Shirts für die Tour aus

– Die Danak-Tankstellen GmbH spendet einen Tankgutschein in Höhe von 300,00 Euro und smmelt zusätzlich Spenden vor Ort

– Der Rewe-Markt Markus Brzezina sponsert die komplette Verpflegung für die Tour, spendet 200,00 Euro in Bar und stellt zusätzlich Spendendosen in seinen beiden Rewe-Märkten auf

– Das Aral Autocenter Dennis Wanke GmbH spendet eine Tankkarte im Wert von 150,00 Euro

– Die Firma Go-Part GmbH übernimmt quasi die „Patenschaft“ für einen der Radler und spendet 1,00 Euro pro gefahrenem Kilometer

– Die Firma Decathlon in Offenbach stellt unserem „Kulli“ ein nagelneues Fahrrad zur Verfügung, das nach der Tour für einen Einstiegspreis von 550,00 Euro versteigert werden soll

Diese Aufstellung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, zumal im Laufe der Tour sicherlich noch einige Spender und Sponsoren dazukommen werden.

Aber auch für so vermeintlich banale Dinge, wie eine Wiese zum Zelten oder Duschmöglichkeiten an den Etappenzielen, haben sich Unterstützer gefunden. Stellvertretend sei hier einmal der Spargelhof „Jakobs-Hof“ Beelitz genannt. 

Ganz besonders gefreut haben sich die Radler über das große Interesse der Presse. Nachdem bereits im Vorfeld einige Zeitungen über die Aktion berichtet haben, waren heute zum Start der Tour sogar ein paar Fernsehteams auf dem Römerberg, um über diese tolle Aktion zu berichten. (Ein ausführlicher Pressespiegel folgt.)

Weniger interessant scheint das Engagement der Fans hingegen für die Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt zu sein. Wie berichtet wird, blieben Anfragen an den Verein unbeantwortet und auch heute lies sich kein „Offizieller“ sehen. Ähnliches Desinteresse demonstrierten die Damen und Herren im Römer, die den Radlern – die ja letztendlich auch Botschafter der Stadt sind – die kalte Schulter zeigten. Ein Umstand, der nicht nur bei den Radlern für Enttäuschung und Ernüchterung sorgt. Es wären jedenfalls genug Kameras da gewesen, in die unser OB hätte lächeln können. Schade – Chance vertan! 

Wir werden zumindest hier und vor allem in unserer Facebook-Gruppe weiter berichten. Außerdem empfehlen wir, auch die Gruppe „Mit dem Rad nach Berlin“ im Auge zu behalten, in der die Radler selbst live von der Tour berichten. Außerdem freuen sie sich über jedes „Like“.

Und natürlich wird es eine Bildergalerie geben. An der wird aber noch gearbeitet.

Wir wünschen den Radlern eine gute und vor allem unfallfreie Fahrt!

 

Nachtrag:

Zumindest Eintracht Frankfurt hat die Kurve noch gekriegt und die Radler doch noch gewürdigt. Bei ihrem ersten Zwischenstopp in Ortenberg wartete eine ganz besondere Überraschung auf die Truppe. Eintracht-Urgestein Bernd Hölzenbein persönlich hatte sich aufgemacht, und überreichte Tickets für Finalspiel. “Jetzt habe ich wirklich Tränen in den Augen”, sagte Michael Kullmann gerührt. Und sogar auf der Homepage der Eintracht wurde berichtet. Eine tolle Geste der Eintracht! 

Ob das so geplant, oder den enttäuschten Reaktionen einiger Fans geschuldet war, bleibt wohl Spekulation 😎 


 

Impressionen

Mai 14, 2018

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