Wie alles anfing

Wie alles anfing

Von der Idee zum Advenstskalender


Dazu wollen wir Ihnen gerne unsere kleine Geschichte erzählen:

Unsere erste Aktion zu Gunsten des AKHD war 2013 das 10. Turnier des Sportkegelclubs Falkeneck mit einer Tombola. Wir konnten am Ende eine Summe von 3250,00 € einnehmen und wollten diese gerne einer  karitativen Einrichtung stiften, aber wem? Glücklicherweise war ich bei meiner früheren Schulkollegin Alexandra Tolba in Ihrem Blumenladen und dort lagen Flyer vom Dienst. Alex unterstützt den AKHD schon viele Jahre, ich nahm einen mit und dann auch mit in unsere Sitzung des Kegelsportvereins wo wir überlegten wem spenden wir, die fast zwanzig Damen in dem Club waren von der Einrichtung begeistert und so machten wir einen Termin für die Übergabe.

Dort  lernten wir die Koordinatorin des AKHD Frankfurt/ Rhein Main kennen, Lisa Criseo-Brack, ein wundervoller Mensch. Sie erläuterte im Rahmen einer Infoveranstaltung nochmal alles was der Dienst leistet, wie die Ehrenamtlichen qualifiziert werden und viele weitere Details. Daraufhin entschied sich meine Schwester Petra, einen Befähigungskurs für ehrenamtliche Mitarbeiter zu mache und betreut seitdem eine Familie mit einem lebensverkürztend erkranktem Kind.

Ich war mir nicht sicher, ob ich das kann. Statt dessen las viel im Internet, schaute mir die Homepage des Deutschen Kinderhospizvereins an und klickte mich durch die einzelnen Dienste in Deutschland. Auf der Seite des Dienstes in Düsseldorf gab es einen Adventskalender zu Gunsten des dortigen Dienstes. Da ich schon immer Adventskalender liebe habe gleich mal ein paar bestellt und Familie und Freunde damit erfreut.

Schnell reifte dann in unseren Köpfen die Idee, einen eigenen Adventskalender zu Gunsten des AKHD Frankfurt auf die Beine zu stellen. Nun ging es erst richtig los. Unterstützer, die uns attraktive Sachpreise zur Verfügung stellen, mussten gefunden werden, was uns dankenswerter Weise auch gut gelang. Nach und nach trudelten die ersten Pakete ein, was die nächste Herausforderung mit sich brachte: Wohin mit den vielen Sachspenden? Überall in der Wohnung türmten sich immer mehr Kisten und Kartons. Es musste eine Datenbank angelegt werden, Layout und Druck der Kalender musste organisiert, behördliche Genehmigungen eingeholt, ein Jurist für die Gewinnauslosung gefunden und vieles mehr erledigt werden.

Die Erstausgabe von 2014

2014 hatten wir dann Premiere mit  unserem ersten AKHD Adventskalender für den Dienst in Frankfurt/ Rhein Main. Damals gab es in Hanau noch keinen eigenen Dienst.

In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden jeweils 1.000 Kalender verkauft und das Interesse am AKHD und seiner Arbeit wurde mehr und mehr geweckt. Nicht nur bei Freunden, Verwandten, Bekannten. Immer öfter wurden wir nun auch von Personen und Firmen angesprochen, die gerne helfen wollten. Wir haben einen großartigen Layouter gefunden, einen Drucker und viele weitere Unterstützer und Helferlein aus dem Kreis der Freunde, des Sports und der Arbeit, die uns beim Verteilen der Adventskalender helfen und auch bei den Gewinnen. All diese Helfer sind kleine Engel und inzwischen Freunde des AKHD.

Alle bisher erschienenen Adventskalender wurden übrigens von Kindern aus den vom AKHD begleiteten Familien ganz liebevoll und mit großem Engagement gestaltet.

Adventskalender_2017

Adventskalender 2017

2017 musste erstmals die Auflage auf 1200 Exemplare erhöht werden, um der großen Nachfrage gerecht zu werden.

Dies war natürlich nur durch die wachsende Zahl großzügiger Unterstützer möglich, die uns attraktive Sachpreise in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt haben.

Außerdem entstand 2017 unsere neue Internetseite “www.freunde-akhd.de”, auf der neben vielen Informationen rund um den AKHD, unsere Arbeit und die anderer Unterstützer, nun auch eine technisch völlig neue und aufwendige Online-Version des Adventskalenders zu finden ist. Hier kann ab dem 1. Dezember jeden Tag ein neues virtuelles Türchen geöffnet werden, hinter denen sich die inzwischen 500 Gewinne verbergen. Gewinne können über ein einfaches Formular direkt online angemeldet werden. Die Zustellung der Gewinne erfolgt dann nach Absprache entweder per Post, durch Abholung oder durch eines unserer vielen ehrenamtlichen Helferlein.

Der Arbeitsaufwand ist enorm. Die Vorbereitungen beginnen meist schon im Mai. Vor allem die Kontakte zu den vielen Unterstützern müssen gepflegt und neue Unterstützer akquiriert werden. Spätestens ab Oktober wird es dann oft richtig stressig. Fast täglich kommen Pakete mit gespendeten Schapreisen an. Inzwischen hat mein Vater sogar ein Zimmer in seinem Haus geräumt, das uns als Lager dient. Alle Gewinne werden in einer Datenbank erfasst, aus der unser Notar dann die Gewinnnumern ermittelt. Nebenbei sind jede Menge Termine wahrzunehmen und administrative Dinge zu erledigen. Schließlich müssen die Gewinnseiten des virtuellen Adventskalenders gefüllt und schließlich die Gewinne verteilt werden. Das alles beschäftigt uns mindestens bis Anfang Februar. Arbeitsstunden haben wir übrigens nie gezählt. Einige hundert pro Jahr dürften es aber sicherlich sein. Nicht nur von uns beiden, sondern auch von den Helferlein, die nahezu unsichtbar im Hintergrund mitarbeiten. Vielen Dank dafür.

Und hier ist nun die Jubiläums-Auflage zum 5-jährigen Bestehen des Advetskalenders der Freunde des AKHD Frankfurt / Rhein-Main und Hanau. Erstmals in einer Auflage von 1.500 Exemplaren.

 

Bleibt noch die Frage, wie es weitergeht. Ehrlich gesagt, darüber machen wir uns frühstens Anfang 2019 Gedanken, wenn die diesjährige Aktion abgeschlossen ist und wir wieder etwas Zeit zum Durchatmen haben.

Danke an alle die mitgeholfen haben, aus einer fixen Idee ein so erfolgreiches Projekt zu machen. Und natürlich auch danke an alle, die jedes Jahr wieder den Adventskalender kaufen und so dazu beitragen, dass wir “unsere” beiden AKHD-Dienste in Frankfurt und Hanau (inzwischen eigenständig) bislang jedes Jahr mit einer namhaften Spendensumme unterstützen konnten.

Ihr seid wundervoll !

Anja Nickel & Petra Bickermann